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Die Hunde

 

 Liska

Am 26.1.2010 kam Liska zu uns. Ein Mix aus deutschem Schäferhund und portugiesischen Hirtenhund, der zu klein geraten und dazu noch weiblich ist, klar, dass das hier keiner wollte und so landete sie im städtischen Tierheim. Und da fand ich sie...... Sie ist etwa 3 1/2 Monate alt und wiegt 9 kg.

 

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Wie man eindeutig erkennen kann, hatte Pancho anfangs auch Angst vor der Kamera..... aber er ist ein ganz süßer, lieber Kerl.

 September 2009:

Pancho ist wahrscheinlich Jahrgang 2006, genau weiß man das nicht. Alberto hatte ihn aus dem Tierheim Aljezur, wo er viele Monate lang an der Kette gehangen hatte, denn offenbar gab es keinen freien Zwinger mehr. Er ist völlig unfit, hat schon einen Senkrücken und eine zu steile Hinterhand, deshalb blieb anfangs beim rennen seine Kniescheibe hängen und er hüpfte wie ein Kaninchen, bis sie wieder frei war. Das ist aber schon besser. Er war fast apathisch, hatte an nichts Interesse und lernte noch nicht mals seinen Namen, geschweige denn sonst was. Inzwischen kann er seinen Namen und "sitz", aber er ist weiterhin extrem ungehorsam, sobald er Freiheit verspürt. Er hatte vor fast allem Angst, Stöcke (wie z.B. Besen) lösten Panik aus, ebenso wie eine erhobene Stimme. Ich mache mit ihm Abschrecktraining wie mit scheuen Pferden und es wirkt! Jetzt hält er schon gut Wache, lässt meistens die Katzen in Ruhe und kann schon ca. 200 m rennen. Na dann! Seit neuestem ist auch bekannt, dass er Asthma hat, daher atmet er so schwer. Nun kriegt er Kortison und es wird massiv besser!

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und noch ein bisschen Geschichte.......

Leroy und Silva verschwanden am 25.11.2009 spurlos beim Morgenspaziergang.

Leroy habe ich 2002 aus dem großen Barragemkanal gefischt. Ich ritt gerade mit Anna, meinem damaligen Reitmädel, in der Nähe des Kanals, als ich ein Geräusch hörte, es war nicht als Bellen zu erkennen, aber schon als Hilferuf. Als wir am Kanal ankamen, war das Geräusch weg, aber man sah eine kleine schwarze Steckdose aus dem Wasser ragen, die sich bewegte und schnaufte, es musste also die Nase eines Tieres sein. Ich legte mich auf den Bauch und versuchte, das kleine Ding mit Hilfe meiner Reitgerte zu mir zu ziehen, es ging aber sofort unter. Also sprang ich hinterher. Ich ergriff unter Wasser ein Hündchen, das sich sofort in meiner Unterlippe verbiss und erst mal nicht mehr loslassen wollte. Ich befreite mich mühsam und warf das Tierchen ans Ufer, wo es sich sofort schüttelte und davonlief, das undankbare Ding! Nun war ich also im Kanal, und genau wie der Hund stellte ich fest, dass man da nicht rauskam. Ich plantschte also in der Richtung zurück, aus der wir geritten kamen, denn da hatte ich eine Leiter gesehen. Allerdings war die auf der falschen Seite, so musste ich noch bis zur nächsten Brücke laufen. Die wurde gerade von einem Auto überquert, in dem Holländer waren. Die fragten mich ganz entsetzt, was denn passiert sei. Ich wimmelte sie dankend ab, aber dadurch wurde mir erst bewusst, was für einen Anblick ich bot: eine klatschenasse Frau in Reitkleidung, mit blutender Lippe und einem weißen, blutüberströmten T-Shirt, und weit und breit kein Pferd! Als ich wieder bei den Pferden ankam, war der Hund weg.

 

An reiten ist mit nasser Hose nicht zu denken, das scheuert und macht wund, also liefen wir bis zum Haus eines Freundes ganz in der Nähe, wo ich mir trockene Sachen lieh, die zwar riesig, aber doch eben nicht nass waren. Nur die Schuhe musste ich anbehalten. Allerdings musste ich nochmal zum Kanal zurück, denn ich hatte meine Reitgerte liegengelassen. Und da traf ich doch tatsächlich auf zwei alte Portugiesen, die gerade wieder das kleine Hündchen ins Wasser geworfen hatten und sich totlachten, wie der Kleine verzweifelt versuchte, sich rauszuhangeln. Ich fagte die "Herren", ob das ihr Hund sei, die gröhlten jedoch nur, das sei unwichtig. Schnell besorgten wir ein langes Brett, fischten den Hund raus und nahmen ihn mit. Er übernachtete dann bei dem Freund in einem leeren Hühnerstall, denn auf dem Pferd konnten wir ihn ja nicht transportieren, am nächsten Tag holte ich ihn dann und brachte ihn gleich zum Tierarzt. Er war mit tausenden von Zecken übersät, ungepflegt und verwurmt, aber fit. Ich wollte ihn zwar vermitteln, denn ich hatte schon drei Hunde (meine alte Makeba lebte damals noch), aber es war abzusehen, dass er groß würde (inzwischen 65 cm), und das wollen die Portugiesen nicht. Also blieb er bei mir. Makeba starb dann innerhalb von 2 Monaten. Leroy war, als ich ihn fand, ca. 4 Monate alt gewesen, völlig unerzogen und schlecht sozialisiert. Sein Vater war der Labrador des Freundes, seine Mutter die Bordercolliehündin der "netten" Herren, bei denen ich dann später auch Leroys Geschwister sah, die ein tristes Leben als Kettenhunde fristeten. Er ist der intelligenteste Hund, den ich kenne, immer noch sehr wild, aber gutartig, ein idealer Gefährte auf Ausritten!

 Leroy und Silva spielen wie die verrückten, manchmal machte sogar der alte Wanja mit, aber Naomi verdrückte sich immer.

 

 

 

Hier macht Leroy mit seiner Freundin Rubi "Paarlaufen" am Barragem

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Silva ist wahrscheinlich ein Serra da Estrela/Schäferhund Mix und war, also sie kam, ca. 3 Monate alt, knapp 13 kg schwer, aufgeweckt, neugierig, mutig, wild und damit genau das richtige für Monte Alto. Fressen tat sie nicht so gerne, die Zeit hätte ihr ja beim spielen und erforschen gefehlt.

Leroy ist ihr Lieblingsspielgefährte. Wanja war ihr Lieblingsopa und Naomi wurde weitgehend ignoriert oder geärgert.

Katzen findet sie interessant, ist aber vorsichtig, Hühner und Pferde würde sie gerne näher kennenlernen, das erlaube ich aber nicht. Einmal wollte sie sich als Hütehund beweisen und stellte Pico, der abgehauen war, dabei büsste sie 5 Zähne ein. Manchmal fängt sie ein Huhn und bringt es mir lebend und unverletzt, was außer ihr aber keiner der Beteiligten wirklich schätzt.

Inzwischen geht sie auf Ausritten mit und ist dabei genauso ausdauernd wie Leroy. Sie badet auch sehr gerne. Ihre Lieblingsplätze sind oft etwas eigentümlich, und auch "Kopfkissen" interpretiert sie etwas anders als ich.

 

Wanja starb am 09.07.2008.

Wanja ist der Älteste, er wurde am 6.12.1992 geboren. Auch er war ein sehr wilder, auch aggressiver Hund, der erst mit ca. 5 Jahren, nach seiner Kastration, ruhiger wurde. Er hat ein Stockmaß vom 60 cm und ist ein Mischling aus kleinem, schwarzen Lockenhund und deutschem Schäferhund, woher die weiße Farbe kommt, weiß niemand.

Die beiden Rüden sind gute Freunde und schlafen sogar oft in einer Hütte. 

 

 

 

Wanja und Silva liegen am liebsten vor der Haustür.

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Naomi starb am 22.09.2008.

Naomi ist ein Pincher, sogar mit Papieren. Sie wurde 1997 mit schwerer Hirnstaupe über meinen Zaun geworfen. Als ich sie dann mühsam aufgepäppelt hatte, kam ihr Vorbesitzer und wollte sie wiederhaben. Er behauptete, sie sei ihm vor zwei Monaten abgehauen. Er zeigte mir ihre Papiere als Beweis, dass sie seine sei, er brauchte sie nämlich zum züchten. Ich sagte ihm, er solle in einer Woche wiederkommen, ich würde inzwischen ausrechnen, was sie mich gekostet hätte, das müsse er mir ersetzen. Allerdings hätte ich sie inzwischen kastrieren lassen. Er sagte zwar zu, kam aber niemals wieder, welche Überraschung! Ich ließ sie aber zur Sicherheit wirklich kastrieren. Der Tierarzt meinte, sie sei mindestens 4 Jahre alt und habe schon mehrere Kaiserschnitte gehabt.

 

"Streichel mich!"

 Also ist sie inzwischen uralt, aber sie hört phantastisch und weckt die anderen, wenn etwas verdächtiges vorgeht, die müssen dann bellen und heulen und notfalls verteidigen. Nach der Staupe hatte sie noch lange Nervenstörungen, doch sie hat sich weitestgehend erholt. Nur manchmal, beim schmusen, schnappt sie unter lautem Gebell zu (keine Sorge, die Zähne sind winzig und die Kraft auch), weil man irgendeine Fehlzündung in ihrem Nervenapparat ausgelöst hat, aber dann ist sie gleich wieder gut.
 

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